Deepwater Horizon: Umwelt Irrtum Lügen


Veröffentlicht am 03.05.2010 in der Kategorie Greenwash von Axel Mayer

Umwelt - Mensch - Irrtum & Lügen


Deepwater Horizon: Umwelt Irrtum Lügen


*Heute & Morgen: Unsere deutschen Kernkraftwerke sind sicher!

*2010: Die Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" galt als unsinkbar
Die Ölförderplattform "Deepwater Horizon" des Ölkonzerns BP versank nach einer Explosion im Golf von Mexiko in den Fluten und löste eine Umweltkatastrophe aus. Die 121 Meter lange und 78 Meter breite Förderplattform des Schweizer Unternehmens Transocean galt als unsinkbar und versank am 21.4.2010

*bis 2010: Das Atommülllager Asse galt als trocken und sicher
„Um ganz sicher zu gehen, wurden zur Endlagerung auch nur solche Salzgebirge in Betracht gezogen, von denen man weiß, dass über die sie mit der Erdoberfläche verbindenden Schächte keinerlei Wassereinbruch zu befürchten ist.“ stand in den Broschüren der Betreiber. Wegen Wassereinbruch wird seit dem Jahr 2010 diskutiert, den eingelagerten Atommüll wieder auszulagern.

*2002: Der nichtbrennbare Giftmüll
in der "modernsten, sichersten" Giftmülldeponie Frankreichs Stocamine im Elsass entzündet sich am 10. September 2002. Dort wurden 45.000 Tonnen "nicht brennbare" Industrieabfälle „sicher“ endgelagert, darunter Zyanid, Asbest, Arsen, sowie chrom- und quecksilberhaltige Substanzen. Das Feuer konnte erst zweieinhalb Monate später gelöscht werden.

*1986: Der Reaktor in Tschernobyl galt als sicher
Vor dem Reaktorunfall am 26. April 1986 im Kernkraftwerk Tschernobyl, nahe der Stadt Prypjat, Ukraine, galt der sowjetische Reaktortyp auch nach Ansicht westlicher Experten als sehr sicher.

*1912: Die Titanic galt als unsinkbar
Die RMS Titanic galt als unsinkbares Passagierschiff der britischen Reederei White Star Line. Auf ihrer Jungfernfahrt kollidierte die Titanic am 14. April 1912 mit einem Eisberg und sank zwei Stunden und 40 Minuten nach dem Zusammenstoß im Nordatlantik.


Es gibt den Forschungszweig der Akzeptanzforschung
und eine weltumspannende Manipulations- und Greenwashindustrie deren Aufgabe es ist umweltgefährdende Projekte „grünzuwaschen“, Akzeptanz zu schaffen und durchzusetzen. Der Mythos von der unsinkbaren Ölplattform wurde gezielt geschaffen um neue riskante Ölbohrungen politisch durchzusetzen.

Nach dem Reaktorunfall, der Chemiekatastrophe oder der Ölpest,
nach Contergan, DDT und Asbest..., kümmert sich dann ein anderer Zweig der gleichen Greenwashindustrie im Rahmen von „Krisenkommunikation“ darum, aus der Katastrophe ein „Ereignis“ zu machen, das Problem herunter zu spielen, Schadensersatzansprüche zu minimieren und alle Hinwiese auf den vorher geschaffenen Mythos zu "löschen". Nicht die Umweltkatastrophe, der Klimawandel, der Reaktorunfall oder der Ölunfall sind das Problem für Umweltzerstörer und Konzerne sondern nur eine möglicherweise folgende "schlechte Krisenkommunikation".

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer


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Nachtrag:
Im Bereich Krisenkommunikation arbeiten die größten Werbefirmen der Welt.
„Burson Marsteller ist Spezialist im so genannten „Krisenmanagement: "Nach dem Reaktorstörfall von Three Mile Island in den USA im Frühjahr 1979 polierte die Agentur das angekratzte Image des Betreibers wieder auf. Dem Chemieriesen Union Carbide standen sie nach der Katastrophe im indischen Bophal zur Seite, bei der über 2000 Menschen ihr Leben verloren.“
schreibt Ulrich Müller von LobbyControl.


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Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

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Aktuell:

Aktueller Neusprech-Einschub


Das Nato-Mitglied Türkei überfällt das Nachbarland Syrien im Kurdengebiet und nennt den Überfall: "Quelle des Friedens".
Erschreckend ist der Medien-Umgang mit Sprache im Syrien-Konflikt. Islamistische Kämpfer der Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger von al-Qaida werden auch in deutschen Qualitätsmedien plötzlich zu "Rebellen" und zu den "Guten". Wie würden unsere Medien wohl berichten, wenn islamistische Kämpfer Vororte Berlins besetzt hätten: Würden sie die in ausländischem Sold stehenden Kämpfer als „oppositionelle Aktivisten“ bezeichnen?
Mehr Infos:Neusprech



"Bauer" Willi, gut getarnter Agro-Chemie-Lobbyist: Grüne Kreuze, Kritik, Agrarpaket, Gift & Glyphosat
Die gut organisierten Angstkampagnen gegen das Agrarpaket und das Volksbegehren Artenschutz laufen auf Hochtouren. Ängste werden geschürt und einzelne Landwirte und Öko-KritikerInnen des Volksbegehrens gezielt in die PR-Kampagnen eingebaut.
Bayer-Monsanto, Syngenta, Genlobby, CDU, CSU, FDP & Bauernverbände haben kein Interesse an kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben. Sie träumen den zerstörerischen Traum von der großen, giftdominierten, global aufgestellten Agrarfabrik.
Jetzt schickt der Agro-Chemie-Lobbyist "Bauer Willi" mit Grünen Kreuzen die Landwirte vor damit diese den Ärger bekommen und nicht die Konzerne! Die Ängste der Landwirtschaft vor einem Bauernsterben sind allerdings mehr als berechtigt. Nur lenkt die gut organisierte Lobby mit der Kreuz-Aktion von den tatsächlichen Ursachen gerne und erfolgreich ab und auch die Mehrzahl der Medien zeigt diese Zusammenhänge nicht auf.
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Leitartikel: *Greenwash, Kriegspropaganda, Klimawandelleugner, PR und neue Durchsetzungsstrategien für Umweltzerstörung, Atomkraftwerke und Krieg









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