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Kein Insektensterben? Schmetterlingssterben?? Bienensterben??? Krisenkommunikation & Greenwash der Konzerne "Angeblicher Insektenschwund"


Kein Insektensterben? Schmetterlingssterben? Bienensterben? Krisenkommunikation & Greenwash der Konzerne "Angeblicher Insektenschwund"


Mit Neonicotinoiden, Glyphosat und anderen Giften machen Konzerne wie Bayer, Monsanto und Syngenta satte Gewinne und die Debatte um das Insektensterben gefährdet diese Gewinne massiv. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die PR-Abteilungen der Agrochemie-Multis zur Gegenoffensive blasen...

Es ist beeindruckend zu sehen,
wie (häufig auch industrienahe) Windkraftgegner und Energiewendegegner es geschafft haben "Windenergierotoren" als mögliche Ursache des Insektensterben im entsprechenden Wikipedia-Beitrag einzuschleusen. Wikipedia-Manipulation gehört heute zu den klassischen Aufgaben von PR-Firmen.

Auf Wikipedia stand am 6.8.17:
"Der Begriff Insektensterben bezieht sich auf einen postulierten (jedoch nicht nachgewiesenen) allgemeinen Rückgang der Populationen von Insekten. Der Begriff wurde vor allem im Rahmen des Bundestagswahlkampfes 2017 in Deutschland von NGOs, Politikern und Medien verwendet. Dabei häufig zitiert ist ein Rückgang von 80 %. Die Zahl wurde manchmal auf ganz Deutschland bezogen, manchmal nur auf bestimmte Regionen, teilweise war von 80 %, teilweise von bis zu 80 % die Rede. Die Zahl geht zurück auf eine Veröffentlichung von Krefelder Hobbyforschern von 2013. Diese betreiben seit Jahrzehnten Dutzende Messstellen in Nordrhein-Westfalen. An zwei Messstellen wurde ein Rückgang der Insekten-Biomasse von 80 % festgestellt. Die Zahl wurde jedoch von vielen Berichterstattungen aus dem Zusammenhang gerissen und insbesondere von den Grünen für den Wahlkampf genutzt."

So sah die Wikipedia-Seite zum Glück nur kurzzeitig aus. Insektensterben-Leugner haben gezielt versucht, die Wikipedia-Seite zu manipulieren. Nachdem ein aufmerksamer Nutzer mangelnde Neutralität kritisiert hatte, wurde der Artikel von Wikipedia geprüft, so wie er oben steht entfernt und neu geschrieben. Dennoch läuft weiterhin seit der Veröffentlichung von Mansfelds Beitrag bei dem Insektensterben-Beitrag in Wikipedia ein Kampf um die "Deutungshoheit". Fast täglich werden von verschiedenen Nutzern Änderungen vorgenommen, so dass der Artikel mal weitestgehend objektiv ist, mal von deutlich subjektiver Meinung geprägt ist. Der Link zum Mansfeld-Beitrag war zwischenzeitlich entfernt, wurde aber auch wieder hinzugefügt.






Infos zum Schmetterlingssterben / Insektensterben 2019



Aktueller Einschub 2019

Insektensterben wesentlich schlimmer als befürchtet


"Eine aktuelle Übersichtsstudie, die im Journal Biological Conservation (Sánchez-Bayo/Wyckhuys, 2019) erscheinen wird und online vorab verfügbar ist, untermauert nun genau das: Den Forschern zufolge zeigen 40 Prozent der Insektenarten weltweit einen Rückgang, ein Drittel der Arten sei vom Aussterben bedroht. Als größten Treiber des Insektensterbens identifizierten sie den Verlust von Lebensraum durch intensive Landwirtschaft sowie die zunehmende Urbanisierung. Chemische Schadstoffe wie Pestizide und synthetische Düngemittel, invasive Arten und der Klimawandel kämen als Ursachen hinzu.

Wenn die Insektenmasse weiterhin jährlich um 2,5 Prozent abnehme, könnte die artenreichste Klasse der Tiere in einem Jahrhundert verschwunden sein, warnt das Team um Francisco Sánchez-Bayo von der Universität Sydney, der die Arbeit mit Kris Wyckhuys von der Chinesischen Akademie für Agrarwissenschaft (CAAS) mit Sitz in Peking erstellt hat.

Für ihre Übersichtsarbeit werteten die Wissenschaftler 73 Studien zum Insektensterben aus und fassten die Ergebnisse zusammen. Demnach sind an Land Schmetterlinge, Käfer und Hautflügler am stärksten bedroht und vom Artenrückgang betroffen. Zu den Letzteren gehören auch die Bienen. Auch wasserlebende Insekten wurden berücksichtigt: Die vier Gruppen der Libellen, Steinfliegen, Köcherfliegen und Eintagsfliegen zeigten bereits erhebliche Artenverluste."
Quelle: Die Zeit




  • Schmetterlingssterben: hier
  • Insektensterben: Eine wichtige Ursache des Vogelsterbens: hier
  • Kein Insektensterben? - Greenwashing der Konzerne: hier
  • Insektensterben - Artensterben - Bauernsterben
  • Die Tricks der industrienahen Insektensterbenleugner: hier
  • Eine Rede über das Insektensterben und Bayer, Monsanto, Syngenta und co: hier
  • Das Grafikmotiv oben gibt´s als Banner (200cm x 66,65 cm) für Demo & Balkon beim BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein für 10 Euro: hier
  • Infos und mehr zum Insektenhotel: hier
  • Insektensterben: Was tun? Neun‐Punkte‐Plan gegen das Insektensterben: hier


Axel Mayer, BUND-Regionalgeschäftsführer







Nachtrag zum Schluss


»Fridays for Future«: Der Kampf um die Empörungshoheit
Mit »Fridays for Future« nimmt eine neue Umweltbewegung das Versagen der Politik nicht länger hin und geht auf die Straße. Allerdings unternimmt „das Establishment“ aus Autolobby und verbandelten Medien alles, um den Protest der jungen Generation mundtot zu machen.
Einen klugen Beitrag zum gut organisierten Kampf gegen »Fridays for Future« findet sich in den Blättern




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  • 3) Im Zweifel ist die-Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)









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Dieser Artikel wurde 1015 mal gelesen und am 17.3.2019 zuletzt geändert.