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Afghanistankrieg: Der längst verlorene Krieg in Afghanistan / Haben wir das falsche Land überfallen? / Erneut zivile Opfer


Afghanistan Krieg: Der längst verlorene Krieg in Afghanistan




Afghanistankrieg - Aktueller Einschub:
Bundeswehr verschweigt zivile Opfer bei Afghanistan-Offensive
Bei der größten Militäroffensive der Bundeswehr in Afghanistan hat es entgegen offiziellen Verlautbarungen offenbar zahlreiche tote und verletzte Zivilsten gegeben. Danach kamen bei einem Gefecht im Herbst 2010 bis zu 27 Zivilisten ums Leben. Die Bundeswehr hatte bislang stets beteuert, dass es bei der viertägigen Operation, mit dem Namen „Halmazag“, „keine Erkenntnisse über zivile Opfer“ gegeben habe.
Ein "öffentliches Interesse" der andren Medien an dieser Lügengeschichte der Bundeswehr ist nicht erkennbar. Die Fußball WM ist ja auch wichtiger...
Quelle: Monitor


Irak Syrien Afghanistan
Der schreckliche Bürgerkrieg und Stellvertreterkrieg in Syrien und der Blitzkrieg der Dschihadisten im Irak zeigt welch schreckliche Unordnung „unsere westlichen“ Kriege im Irak und Afghanistan mit ausgelöst haben. Der militärische Erfolg der Isis gibt einen Vorgeschmack auf die Zeit nach unserem „erfolgreichen“ Abzug aus Afghanistan.

Der afghanische Krieg dem so viele Menschen zum Opfer gefallen sind und der völkerrechstwidrige Drohnenkrieg haben kein einziges Problem gelöst, sondern den Hass auf den Westen verstärkt und erschreckenderweise den, von Saudi-Arabien mit unserem Ölgeld finanzierten Terrorismus im Irak, Syrien und Afghanistan massiv gestärkt. Unrecht und ungerechtfertigte Kriege haben eine Spirale der Gewalt ausgelöst, eine Spirale die sich jetzt ständig weiter dreht und nicht nur den sehr Nahen Osten bedroht.


Die Sicherheitslage in Afghanistan wird sich erheblich verschlechtern, wenn die US-Soldaten und ihre Alliierten nach 2014 das Land verlassen. Zu dieser düsteren Einschätzung kommen die US-Geheimdienste in einem gemeinsamen Dossier für die US-Regierung. Daraus zitiert die "Washington Post" unter Berufung auf Insider, die mit dem Dossier vertraut sind. Jetzt geht es darum der Öffentlichkeit in Amerika und Deutschland die Niederlage trotz der ungeheuren Kosten und der menschlichen Opfer als Erfolg zu verkaufen. Bisher kamen über 3.400 Koalitionssoldaten ums Leben, darunter 54 Soldaten der Bundeswehr und drei deutsche Polizisten. Die vielen zivilen Opfer werden nicht gezählt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet die mit direkten und indirekten "deutschen" Kriegskosten von 17 Milliarden Euro über zehn Jahre.


Afghanistankrieg: Haben wir das falsche Land überfallen?
Können Sie sich noch an den Beginn des Afghanistankrieges erinnern? Hat das kleine Afghanistan Europa oder die USA überfallen? Der NATO-Rat hatte am 12. September 2001 die Anschläge des 11. September 2001 als Angriff auf einen der NATO-Staaten erklärt. Damit war erstmals in der Geschichte der NATO der Bündnisfall nach Artikel 5 NATO-Vertrag eingetreten, wonach „ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen wird“ und daraufhin „in Ausübung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung“ Beistand geleistet wird.
Doch die Spur des Terrors der Anschläge vom 11. September führt eigentlich eher nach Saudi-Arabien als nach Afghanistan. 15 der 19 Flugzeug-Entführer waren Staatsbürger Saudi-Arabiens, und von dort kam auch das Geld. Haben wir evtl. das falsche Land überfallen?

Kurze Einführung
Seit dem Jahr 2001 wird in Afghanistan wieder einmal ein nicht gewinnbarer Krieg geführt, ein weiterer Krieg in einer über dreißigjährigen Geschichte blutiger Kriege im Land am Hindukush. Hintergrund des Angriffs waren die Anschläge von al-Qaida am 11. September 2001. Nach einer Logik, die noch aus der Steinzeit stammt, muss ein angegriffenes „mächtiges Land“ wie die USA nach einem solchen Angriff irgend ein anders Land angreifen. Wer die traurige Menschheitsgeschichte analysiert wird immer wieder auf ähnliche Machtrituale stoßen. Die Attentäter der Anschläge vom 11. September 2001 kamen zwar zumeist aus Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten - Staaten, doch sind dies Länder die besonders gute Beziehungen zu den USA haben.

Der wichtigste Grund für die deutsche Beteiligung am Afghanistan-Feldzug war die erfreuliche Nichtbeteiligung von Rot – GRÜN am Irak Krieg. Damals „brauchte“ es eine politische Demutsgeste gegenüber den Vereinigten Staaten und dafür bot sich die deutsche Beteiligung am Krieg in Afghanistan an. Nach und nach bekam diese Demutsgeste eine immer politischere und gefährlichere Dimension. Die erste Abstimmung über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr im Bundestag verknüpfte der damalige Kanzler Schröder noch mit der Vertrauensfrage um rot-grün auf Linie zu bringen. Unter schwarz-gelb ist dies nicht mehr nötig.

Eines haben die Afghanen in ihrer langen Geschichte immer wieder gezeigt. Fremdbestimmung und fremde Truppen im eigenen Land wollen sie nicht. Das galt in der Vergangenheit für die Soldaten des britischen Empire, für die sowjetischen Truppen und dies gilt auch für die aktuelle Besetzung. Langfristig werden landesfremde Taliban aber auch nicht geduldet werden.


Kostenexplosion
Der deutsche Einsatz in hat nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in den vergangenen zehn Jahren 17 000 000 000 Euro (17 Milliarden Euro) gekostet. Das ist drei Mal so viel wie von der Bundesregierung veranschlagt. Bis zum geplanten Abzug 2014 muss Deutschland den Forschern zufolge mindestens fünf weitere Milliarden investieren. Die Forscher gehen in ihren Berechnungen über die reinen Kosten für Personal, Material und Infrastrukturmaßnahmen hinaus. Sie berücksichtigen auch Investitionen zur Stabilisierung der Region oder gesellschaftliche Kosten durch Tod oder Verletzung von Soldaten. (Quelle: dpa)

Gleich nach Somalia
hat Afghanistan die zweitkorrupteste Regierung der Welt und dennoch hat die Afghanistan-Konferenz im Juli 2010 beschlossen, dass künftig 50% der Hilfsgelder über das korrupte Kabuler Regime abgewickelt werden sollen. Das stärkt die Machtausübung der Kriegsherren und Warlords.

Nachricht vom 19.2.2011:
Nach der Schießerei in einem Bundeswehr-Lager in Afghanistan sind drei deutsche Soldat gefallen. Sieben Soldaten wurden teils schwer verletzt. Ein Mann, der die Uniform der afghanischen Streitkräfte trug, hatte das Feuer eröffnet.

"Gefallen" ist ein seltsam beschönigendes Neusprech-Wort: Es steht für erschossen, zerfetzt, zerrissen, erstickt, qualvoll gestorben, verblutet...
und das gilt natürlich auch für die vielen tausend "zivilen" Opfer dieses unnötigen Krieges.


In Afghanistan ist im Mai 2013 wieder ein deutscher Bundeswehrsoldat unnötig gestorben. Es handelt sich um einen Hauptfeldwebel (†32) aus der "Elite-Einheit" KSK (Standort Calw), sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière.

Machen wir uns nichts vor: In diesem Land, dessen archaische Kultur wir nicht verstehen, sind deutsche und westliche Soldaten ungefähr so beliebt wie es afghanische Besatzungssoldaten in Bayern wären. Fünfmal sind in den letzten 200 Jahren ausländische Mächte in Afghanistan eingedrungen und viermal wurden sie besiegt. Jetzt geht die fünfte Macht geschlagen nach Hause. Die Taliban sagen: "Ihr habt die Uhren und wir haben die Zeit."


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Analyse und Kritik: Der längst verlorene Krieg in Afghanistan, Opfer, Kriegspropaganda, Kriegslügen und Rohstoffe

Bringt die Jungs heim


(und die Frauen auch!)




"AFGHANISIERUNG" DES KRIEGES & "VIETNAMISIERUNG" DES KRIEGES
1969 legte der amerikanische Präsident Richard M. Nixon sein Programm der "Vietnamisierung" des Krieges vor, d. h. des stufenweisen Abzugs von 90 000 US-Soldaten aus Vietnam bis Ende 1969, des Ausbaus der südvietnamesischen Streitkräfte und der sukzessiven Übertragung der Verantwortung für die Kriegsführung an die südvietnamesische Regierung. Der Krieg in Vietnam war nicht zu gewinnen und er wurde verloren

AFGHANISIERUNG" DES KRIEGES
Für die westlichen Truppen stehen die Zeichen in Afghanistan auf baldigen Abschied — besonders die USA möchten offenbar lieber schneller als bisher geplant aus dem Land am Hindukusch abrücken. Auch 65 Prozent der Deutschen wollen einen schnellen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Das ermittelte das Emnid-Institut in einer repräsentativen Umfrage für die "BamS". 20 Prozent sind gegen einen raschen Abzug. (Quelle: Bayrischer Rundfunk 30.11.09)
Ende 2014 sollen "noch" 8000 bis 12 000 NATO-Soldaten zurückbleiben — nach Ansicht von Experten deutlich zu wenig, um die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte zu organisieren. Ähnlich wie in Vietnam ist der von Anfang an verlorene Afghanistankrieg bald zu Ende. Ähnlich wie in vielen afghanischen Kriegen zuvor (England, Sowjetunion...) müssen sich die internationalen Truppen zurückziehen, denn der Krieg war und ist nicht zu gewinnen. Und ähnlich wie die Sowjets versucht auch die NATO ihre Niederlage und die vielen vergeblichen Opfer als militärischen Erfolg zu verkaufen. Ein mörderisches Chaos und Flüchlingselend, ähnlich wie nach dem Krieg für Öl im Irak wird die Folge sein...
Die Sicherheitslage in Afghanistan wird sich erheblich verschlechtern, wenn die US-Soldaten und ihre Alliierten nach 2014 das Land verlassen. Zu dieser realistischen Einschätzung kommen die US-Geheimdienste in einem gemeinsamen Dossier für die US-Regierung. Daraus zitiert die "Washington Post" unter Berufung auf Insider, die mit dem Dossier vertraut sind. Jetzt geht es darum der Öffentlichkeit in Amerika und Deutschland die Niederlage trotz der ungeheuren Kosten und der menschlichen Opfer als Erfolg zu verkaufen. Bisher kamen über 3.400 Koalitionssoldaten ums Leben, darunter 54 Soldaten der Bundeswehr und drei deutsche Polizisten. Die vielen zivilen Opfer werden nicht gezählt. Ein teurer und unnötiger Krieg.


Lug und Trug in Afghanistan
Wie viele Menschen starben durch den Angriff auf den Tanklastzug?


Der Angriff auf den Tanklastwagen in Afghanistan. Die "Entwicklung" der Opferzahlen
  • 4. September 2009: Trotz afghanischer Berichte über zivile Opfer hält das Verteidigungsministerium in einer ersten Reaktion an der Version der Bundeswehr fest. «Unbeteiligte sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu Schaden gekommen», sagt ein Sprecher.
  • 7. September: Der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) räumt erstmals ein, dass auch Zivilisten unter den Opfern sein könnten.
  • 26. November: Ein Artikel der «Bild»-Zeitung über einen unterschlagenen Bericht der Feldjäger, der früh von zivilen Opfern spricht, sorgt für Aufsehen. Guttenberg entlässt Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und Verteidigungs-Staatssekretär Peter Wichert. Guttenberg sagt, nach Bekanntwerden der neuen Dokumente müsse er seine Bewertung vom 6. November womöglich revidieren.
  • 27. November: Jung übernimmt die Verantwortung für die interne Informationspolitik und erklärt seinen Rücktritt als Arbeitsminister.
  • Dezember: Bei dem von der Bundeswehr angeordneten Luftschlag gab es bis zu 142 Tote oder Verletzte - darunter viele Zivilisten. Vermutlich waren nicht die Tanklastzüge sondern die Menschen das Angriffsziel

Quellen: teilweise dpa

Es ist zutiefst skandalös wie wir in einer funktionierenden Demokratie belogen und betrogen werden



Im April 2010 wurde das Ermittlungsverfahrens gegen den verantwortlichen Oberst Klein eingestellt. "Wer in Afghanistan im Rahmen des Kriegsrechts tötet, muss in Deutschland nicht den Staatsanwalt fürchten." schreibt die FAZ, die den Kriegseinsatz ohne wenn und aber unterstützt. Kriegseinsätze funktionieren nur mit Gerichtsentscheidungen die das Töten erleichtern. Wohin das auch in Demokratien führen kann, zeigt das nie gesühnte Kriegsverbrechen und Massaker von
My Lai im Vietnamkrieg.




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Mehr Infos: Kleinanzeigen - Protestanzeigen

Die politische Stille im Land
brüllt seit Kriegsbeginn in meinen Ohren. Zwar waren die Linke, Teile der SPD und die GRÜNE Basis dagegen, dass Deutschland so nach und nach in einen großen Krieg gezogen wird. Doch die Mehrzahl der SPD Abgeordneten und mehr als die Hälfte der GRÜNEN Bundestagsfraktion war für den Kriegseinsatz. Diese alte, falsche Entscheidung prägt leider auch heute noch das peinliche Verhalten vieler Abgeordneten von SPD und GRÜNEN. Die Parteibasis sieht das zwar zumeist anders, schweigt aber noch. Das aktuelle "Rumgeeiere" der rot-grünen Funktionäre ist unerträglich. (Als GRÜNER Kreisrat fällt es mir nicht leicht dies zu schreiben)

Peter Strucks Satz, "unsere Sicherheit werde am Hindukusch verteidigt", stellt die Realität auf den Kopf. Unsere Sicherheit wird durch den Afghanistankrieg gefährdet. Alle Politiker wissen das. "Wer Aufständische mit Bomben bekämpft, tötet immer auch Unschuldige. Mit jedem unschuldig Getöteten wächst der Terror nicht nur in Afghanistan, sondern weltweit. In Deutschland muss der Innenminister Terroristen jagen, die der deutsche Verteidigungsminister durch das Töten afghanischer Zivilisten züchtet. Wir betreiben in Afghanistan ein Terrorzuchtprogramm." Zitat: Jürgen Todenhöfer ehemaliger CDU MdB in der TAZ


Die deutschen Soldaten am Hindukusch waren nicht so harmlos,
wie in der Vergangenheit gerne dargestellt wurden. Sie waren immer schon Teil eines unerklärten Krieges. Es ist tief erschreckend mit welchen Lügen solch wichtige Entscheidungen in Deutschland politisch durchgesetzt werden. Es sterben immer mehr unbeteiligte Zivilisten und Kinder. Zum Vietnamkrieg gibt es aber einen wesentlichen und gut organisierten Unterschied. Die grausamen Bilder erreichen uns nur noch in seltenen Ausnahmefällen.

Hat Ihre Zeitung schon einmal ein Bild von einem toten deutschen Soldaten gezeigt?


Wenn es in den Nachrichten fast keine Bilder der vielen zivilen Opfer mehr gibt, dann ist seit dem Vietnamkrieg die Zensur besser und die Demokratie schlechter geworden. Eine Möglichkeit dagegen anzugehen ist Ihre private Kleinanzeige gegen den Krieg



Der Afghanistankrieg, strategische Interessen und Rohstoffe
Ein wichtiges amerikanisches Kriegsziel ist die Einflussnahme in der ölreichsten Region der Welt, am kaspischen Meer und die Einkreisung des Iran und Russlands. Doch auch die afghanischen Rohstoffe machen das Land zum Ziel der Begierde.

"In der afghanischen Erde schlummert nach Erkenntnissen von US-Forschern ein ungeheurer Schatz. Lithium und andere Metallvorkommen im Wert von knapp 1000 Milliarden Dollar (830 Milliarden Euro) überträfen alle bisherigen Schätzungen, berichtete die New York Times am Montag. Sie könnten die bislang von Opiumproduktion und Hilfsgeldern abhängige Wirtschaft sanieren, meinen hohe US- Regierungsbeamte." Zitat: Badische Zeitung vom 15. Juni 2010

Immer wieder wurde zu Beginn des Krieges gesagt,
wir würden "Kultur, Zivilisation und Entwicklung" nach Afghanistan bringen. Nach Wounded Knee, Hiroshima, Auschwitz, My Lay, Bhopal und Tschernobyl stellt sich die Frage für welche Kultur die Interventionstruppen stehen? Guantanamo und die (frühere?) Folterpraxis der USA (waterboarding) stehen nicht unbedingt für "Westliche Werte". Und ist unser mitweltzerstörendes Raubbausystem tatsächlich ein Vorbild der Entwicklung für den Rest der Welt?
"Kultur, Zivilisation, Frauenrechte und Entwicklung..." wurde mit solchen Argumenten nicht auch das Kolonialsystem und der Genozid an den Indianern begründet?

Die wirklichen Werte auf die wir stolz sein können,
die Aufklärung oder die Menschenrechte, werden in asymetrischen Partisanenkriegen nicht verteidigt, sondern mit Füßen getreten. Folter und Mord gehört zum "Kriegshandwerk" und auch die Unterstützung von Folterpraktiken "befreundeter Truppen" ist ein Verbrechen. Die Kriegsverbrechen der USA, zu Beginn des Feldzuges in Afghanistan und die Folterpraktiken unserer Verbündeten unter Präsident Bush waren nie ein Thema in Deutschland.




Afghanistan und Präsident Obama
Ungerechte Angriffskriege haben in der amerikanischen Geschichte die Präsidenten beider großer Parteien geführt, denn die amerikanische Politik wird nicht zuletzt von den mitregierenden US-2Konzernen gemacht die an Kriegen gut verdienen.

Der "Kampf für die Menschenrechte" in Afghanistan
wurde bisher mit Folter und Menschenrechtsverletzungen geführt. Wer Folterer unterstützt (wie die deutschen Truppen in Afghanistan in der Vergangenheit) macht sich mitschuldig. Doch diese Debatte wurde und wird in Deutschland nicht geführt. In erschreckend vielen bundesdeutschen Medien wurde die Folterpraxis unter Präsident Bush in schönsten Neusprech "Umstrittene Verhörmethode" genannt.


Der schöne Glaube einen "sauberen" Afghanistankrieg
führen zu können ist Illusion. Es gibt keinen sauberen Krieg. Auch die afghanische Regierung lässt foltern. Am 5. November 2007 ist die kanadische Regierung "glaubwürdig" über die Misshandlung eines Gefangenen informiert worden, der von den kanadischen Einheiten an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben worden war. Nach Medienberichten werden auch Kinder von der afghanischen Polizei gefoltert.

Die Befreiung der afghanischen Frauen vom Tschador
war zur Zeit der blutigen sowjetischen Invasion in Afghanistan ein wichtiges Argument der DKP für den Krieg. Heute wird dieses Argument auch in Wikipedia und vielen Medien und Leserbriefen gerne vorgetragen um GRÜNE und Linke zum Schweigen zu bringen.

Die Befreiung der Frauen aus Unterdrückung wurde und wird von den Kriegsbefürwortern immer wieder zur Rechtfertigung jedes Krieges missbraucht.

Dies war in der Vergangenheit immer auch ein gutes Argument zur Rechtfertigung von Kolonialkriegen und mit der "kulturellen Überlegenheit" des Westens wurde auch der Genozid an den Indianern begründet.
Der Schleier war und ist in fast allen ländlichen Gebieten das alltägliche Kleidungsstück der Frauen in Afganistan. Unser Bild dieses "mittelalterlichen Landes" wird von Berichten über das städtische Kabul geprägt. Wenn es tatsächlich um die Befreiung der afghanischen Frauen vom Tschador geht, dann stellt sich die Frage wann die ISAF in Saudi Arabien einmarschiert? Frauen- und Menschenrechte bei unseren "Verbündeten" im "Kampf um die Freiheit" sind kein Thema.

Krieg in Afghanistan: Kriegsweihnacht 2011

Wichtig wäre es endlich einmal
Frauen und Männer
in diesem geschundenen Land nach ihren tatsächlichen Wünschen zu fragen und dieses „Meinungsbild“ nicht den Werbeabteilungen der jeweils kriegsführenden Länder zu überlassen. Eines haben die Afghanen in ihrer langen Geschichte immer wieder gezeigt. Fremdbestimmung und fremde Truppen im eigenen Land wollen sie nicht.Das galt in der Vergangenheit für die Soldaten des britischen Empire, für die sowjetischen Truppen und mit großer Wahrscheinlichkeit gilt dies auch für die aktuelle Besetzung. Langfristig werden landesfremde Taliban aber auch nicht geduldet werden.

Afghanistan Krieg / Kriegsweihnacht 2011 - Klicken Sie hier für eine vergrößerte Version der Grafik, die Sie gerne als Kleinplakat, oder auf Ihrer Homepage, verwenden können




Warlords in Afghanistan
"Wieso der Rückhalt auch der deutschen Truppen in der afghanischen Bevölkerung nach acht Jahren Besatzung so gering ist, lassen Recherchen des Journalisten Marc Thörner erahnen. Die Recherchen belegen - zuletzt ein Feature im Deutschlandfunk-, dass die Kooperation der Bundeswehr mit afghanischen Warlords, die die eigentlichen Machthaber in der deutschen Besatzungszone Nordafghanistans sind, zu Lasten der großen Mehrheit der Bevölkerung geht. Zu diesen Warlords gehört insbesondere der Gouverneur in Mazar-e-Sharif, Mohammed Atta Noor. "Wenn Sie beispielsweise zu einem durchschnittlichen Afghanen, der im Norden lebt, über Gouverneur Atta sprechen", berichtet ein Beobachter in Thörners Radio-Feature, "würden Sie hören: Er ist ein Mörder, ein Killer, ein Krimineller." Zitatende
Quelle:: german-foreign-policy 11.12.09



Die Angriffe der Taliban auf die Truppen werden als "feiger Terror" bezeichnet.
Die gleiche furchtbare Art der asymetrischen Kriegsführung der Taliban wurde in der Vergangenheit in den westlichen Medien noch als "Freiheitskampf von Partisanen" bezeichnet. Damals kämpften die Taliban mit amerikanischen Waffen und den gleichen schrecklichen Methoden allerdings noch gegen die sowjetischen Truppen... Schauen Sie einfach mal im Archiv Ihrer Zeitung, wie positiv über vergleichbare Taten im ersten Afghanistankrieg berichtet wurde. Diese Anschläge sind ein schrecklicher und mörderischer Teil eines asymetrischen Krieges. Wenn sie als feige bezeichnet werden, dann stellt sich die Frage ob das ferngesteuerte "moderne Töten" mit Drohnen ein Zeichen großen Heldenmutes ist. Sowohl die Anschläge mit Bomben als auch die Anschläge mit Drohnen führen zu enormen Verlusten in der Zivilbevölkerung.


Asymmetrische Kriege hoch technisierter Armeen
gegen schlecht ausgerüstete Partisanen (Tornado contra Gewehr) führen in letzter Konsequenz zu einer, regional nicht mehr eingrenzbaren, Zunahme solcher Selbstmordattentate. Der "High Tech Krieg" der USA im Irak kostete wöchentlich bis zu 2 Milliarden US Dollar (Schätzung ARD). Doch millionenschwere Jagdflugzeuge und Hubschrauber nützen wenig gegen Selbstmordattentäter. Sie nützen den Rüstungskonzernen. So ist zu befürchten, dass die Seuche der Selbstmordattentate nicht mit militärischen Mitteln eingrenzbar ist. Und die Terrorcamps mit Anleitung zum Bombenbau gibt es eben nicht in Afghanistan, sondern im Internet und die Bombenmaterialien beim Düngemittelhändler in der Nachbarschaft. Der Terror, den der Krieg unterbinden soll, wird weltweit verstärkt. Hier müssen nicht militärische Gegenstrategien entwickelt werden um drohende Katastrophen, und den aufgrund der Terrorausweitung unweigerlich folgenden Ausbau des Überwachungsstaates, zu verhindern. Doch an nicht militärischen Gegenstrategien haben die Vertreter der Waffenlobby in den Parlamenten verständlicherweise kein Interesse.


Nach und nach, in vielen kleinen Schritten
wurden wir in Afghanistan in einen nicht gewinnbaren Krieg gezogen. Ich will nicht erst dann meine Stimme erheben, wenn die Luftwaffe immer mehr Zinksärge nach Deutschland bringt.
(Dieser alte Satz aus meinem ersten Text zum Krieg ist zwischenzeitlich erschreckende Realität)

Was können wir glauben?
Die offene und umfassende Berichterstattung in den Medien, der allabendliche Fernsehkrieg und die unzensierten Bilder über die Gräuel des Krieges in Vietnam hatten den Widerstand der Friedensbewegung weltweit angefacht, und dieser Widerstand war mit ein Grund für den Rückzug und die Niederlage der Amerikaner. Die Militärs haben ihre Lektion gelernt. Der nur scheinbar saubere Krieg in Afghanistan, den Werbeagenturen im Armeeauftrag inszenieren, ist nicht zuletzt das Ergebnis der verlorenen Medienschlacht in Vietnam. Was können wir glauben, nach dem Kriege wie der im Irak mit Lügengeschichten begonnen wurden?

Im Vietnamkrieg
wurden die zivilen Opfer im Fernsehen noch gezeigt. Doch in den Nachrichten werden die zivilen Opfer der Angriffe in Afghanistan beinah nicht mehr gezeigt.

Wenn seit dem Vietnamkrieg die Zensur "besser" wurde, spricht das nicht für eine Weiterentwicklung unserer Demokratie.



Die Badische Zeitung berichtete am 28.7.2007: "Die Bundeswehr hat den Zugang der Presse zu den in Afghanistan stationierten Soldaten massiv erschwert. Seit über einem Jahr kann man nur mit Soldaten reden, wenn ein Aufpasser dabei ist und wenn höchste Stellen in Berlin eine Genehmigung erteilen. Diplomaten und hohe Militärs dürfen häufig nichts sagen. Ihre Chefs in der Heimat fürchten, sie könnten etwas Unangenehmes preisgeben." Zitatende

Die "Einschränkungen" bei der ZDF Berichterstattung über Afghanistan
trieb einen bekannten ZDF Journalisten in die Schweiz. Ulrich Tilgner (60) berichtet seit 1982 über den Nahen und mittleren Osten. Seit 2002 leitet der gebürtige Bremer das ZDF-Büro in Teheran. Doch 2008 hat er seinen Vertrag mit dem ZDF nicht mehr verlängert. Seit dem 1. April 2008 arbeitet er vor allem für das Schweizer Fernsehen.
Der prominente Nahostexperte begründet seinen Schritt damit, dass er sich in Deutschland in seiner Arbeit zunehmend eingeschränkt fühlt, "gerade auch was die Berichterstattung aus Afghanistan angeht, jetzt, wo dort deutsche Soldaten sterben." Es gebe Bündnisrücksichten, die sich in der redaktionellen Unabhängigkeit der Sender widerspiegelten.

Quelle: "Migros-Magazin"

Erschreckend ist der Mangel
an öffentlicher Debatte und Protest zu diesem wichtigen Thema. Gegen den "großen Krieg" im Irak gab es einen breiten Widerstand. Die Durchsetzungsstrategen und Akzeptanzforscher haben daraus ihre Lehren gezogen. Nach und nach und beinah ohne Widerstand sind wir in einen Krieg eingetreten den auch die deutsche Bevölkerung nicht will. Stellen Sie sich den Widerstand vor, wenn bei Kriegsbeginn wäre Rot-GRÜN in der Opposition gewesen wäre...

Die weltweite Durchsetzung der Menschenrechte
und der Genfer Konventionen gehört zu den großen Aufgaben der Menschheit. Mit der Unterstützung von Streubomben, Folter und Krieg, bei denen die Menschenrechte nur vorgeschoben werden, um andere Kriegsziele zu tarnen, wird dieses Ziel nicht erreicht. Nicht nur in Diktaturen müssen Demokratie und Menschenrechte durchgesetzt und dauerhaft gesichert werden. Demokratie ist stets auch ein Übergangszustand. Wohin die Reise geht, liegt an uns.


Axel Mayer , Kreisrat, Endingen




wichtige Links zum Krieg in Afghanistan:





Afghanistan Krieg: Der längst verlorene Afghanistankrieg


Von diesem Afghanistankrieg-Motiv habe ich aus eigener Tasche 2000 kleine A3 Plakate und 1000 Auto-Aufkleber drucken lassen. Wenn Sie mir einen Unkostenbeitrag von ca. 10 Euro in einem Brief zusenden, dann schicke ich Ihnen 30 Kleinplakate und 10 Aufkleber. Wer wenig Geld hat und die Plakate tatsächlich auch aufhängt, kann diese Aktion auch mit einem kleineren Beitrag unterstützen. Dieser Unkostenbeitrag ist nicht kostendeckend aber das ist kein Problem...)
(Axel Mayer, Venusberg 4, 79346 Endingen, Absender nicht vergessen! Keine Spendenquittung möglich)


Afghanische Trauerrede (kurzer Auszug aus einem sehenswerten Beitrag von Georg Schramm, den Siehier auf YouTube sehen können)
"Kameraden. Liebe Angehörigen. Wir alle kennen den Satz 'Das erste was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit'. Lassen sie uns deshalb hier den Krieg draussenhalten und bleiben wir für einen Augenblick bei der Wahrheit.
Der Tod ist der denkbare Abschluß eines soldatischen Arbeitstages. Diese Männer sind in Ausübung ihres Berufes gestorben und der Tod ist die logische Konsequenz soldatischen Handelns; auch wenn wir das gerne verdrängen und zur Tarnung merkwürdige Namen erfinden, wie gefallen, verloren, im Feld geblieben. Letztlich wird in der Fachliteratur alles gleich behandelt, nämlich unter der Rubrik 'Weichzielverlust'.
Wir hier versuchen, dem Tod des Einzelnen einen Sinn zu geben. Aber geben wir der Wahrheit die Ehre. Ein sterbenswerter Sinn für das was wir in Afghanistan tun, ist nicht mehr erkennbar.
Die Kinder winken nicht mehr, wenn wir auf Patrouille gehen, die von uns gebauten Schulen sind geschlossen, für jeden von uns erschossenen Zivilisten melden sich 10 Freiwillige bei den Taliban, die mittlerweile vielen schon als das kleinere Übel gelten, und selbst der von uns gekaufte Präsident Karzai sieht unseren Abzug lieber heute als morgen.
Wir sind nur noch dort und kämpfen, weil wir nicht den Mut haben, zuzugeben, daß wir gescheitert sind. Eine Kultur des Scheiterns ist in unserem westlichen moralischen Wertekatalog nicht mehr vorgesehen.
Vielleicht hat Clausewitz deshalb geschrieben: Nichts ist schwerer, als der Rückzug aus einer unhaltbaren Position. Deshalb, lassen sie uns mutig sein und das Schwere tun - lassen sie uns das Kühne wagen, lassen sie uns das Scheitern eingestehen; denn nur wer das Scheitern eingesteht, ist der wirklich Starke. Und wenn wir dann nach draußen gehen, mit diesem Gedanken, dann hat der Tod dieser Männer vielleicht doch noch einen Sinn gehabt." Zitatende


Wie lange noch Krieg in Afghanistan?


Fünfmal sind in den letzten 200 Jahren ausländische Mächte in Afghanistan eingedrungen und viermal wurden sie besiegt. Zuletzt die Sowjetunion. Kann die neue Afghanistan-Strategie dieser Woche etwas daran ändern, dass dieses Land in Zentralasien bisher immer wieder zum Friedhof der Eindringlinge wurde?

Eine neue Strategie wurde notwendig, weil die alte kläglich gescheitert war. Der letzte Afghanistan-Krieg dauert nun schon länger als der Erste und Zweite Weltkrieg. Gemessen an den vielen Afghanistan-Konferenzen, Friedensmissionen und an den unzähligen Entwicklungs-Milliarden müsste das Bergland längst ein Hort des Friedens und eine Oase der Freiheit sein.

Doch die Lage ist eine ganz andere: Vor drei Jahren war noch die Hälfte des Landes unter Taliban-Herrschaft, heute sind es 80 %. Die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen stieg von 26 auf 47 %. Die Situation der Frauen, von George Bush immer als Kriegsgrund genannt, hat sich nicht wesentlich verbessert und die Fortschritte bei der Alphabetisierung des Landes sind bescheiden. Das einzige, was wirklich blüht in Afghanistan, sind die Mohnfelder und die Korruption. Präsident Karsai ist als Wahlfälscher entlarvt. Und dafür Krieg mit steigenden zivilen Opfern und gefallenen Soldaten aus vielen Ländern?

Die „neue“ Afghanistan-Strategie dieser Woche bewies eher taktische Verlegenheit. Alles, was jetzt anders werden soll, wurde schon ausprobiert, auch die Zusammenarbeit mit „gemäßigten Taliban“. Die Ergebnisse waren ernüchternd. Der Wiederaufbau gelingt nur schleppend und die Regierung in Kabul ist nicht wirklich demokratisch legitimiert. Kein Wunder, dass der Widerstand gegen diesen Krieg weltweit wächst. Die 42 kriegführenden Staaten machen in Afghanistan alle Fehler, welche zuvor die Sowjets und die Engländer gemacht haben. Die Herzen der Afghanen hat noch kein Eindringling gewonnen. Aber darauf käme es an.

Sehr wahrscheinlich bewirken immer mehr Soldaten immer mehr Opfer und Gewalt und Leid in dem geschundenen Land am Hindukusch. Die Welt muss in Afghanistan wohl noch einmal die uralte Erfahrung machen, dass wir ganz neue Strategien ziviler Entwicklung brauchen, wenn wir wirklich an Fortschritt, Wohlstand für alle, Demokratie und Freiheit interessiert sind.

Die Konferenz in London goss in dieser Woche lediglich neuen Wein in alte Schläuche. Wie lange noch Krieg in Afghanistan?

Quelle: Franz Alt 2010



Gefallen...


"Gefallen" ist ein seltsam beschönigendes Neusprech-Wort: Es steht für erschossen, zerfetzt, zerrissen, erstickt, qualvoll gestorben, verblutet... und das gilt natürlich auch für die vielen tausend "zivilen" Opfer dieses Krieges.


Kriegstote Quelle:Wikipedia am 18.2.2011


Bisher kamen über 2300 Koalitionssoldaten ums Leben, darunter 46 Soldaten der Bundeswehr und drei deutsche Polizisten. Die Anzahl gestorbener afghanischer Soldaten und Aufständischer ist unbekannt.[60] Offizielle Angaben zu zivilen Opfern liegen nicht vor, Schätzungen sind sehr unterschiedlich:

  • Marc W. Herold [61] schätzte im Oktober 2003, dass 3100 bis 3600 Zivilisten bei US-Bombardierungen und "Special forces attacks" ums Leben kamen.
  • Jonathan Steele nannte im „The Guardian“ eine Zahl zwischen 20.000 bis 49.600 Menschen, welche invasionsbedingt starben. Dabei bezieht er Schätzungen über indirekte Kriegsopfer mit ein, also Opfer durch kriegsbedingte Flucht, Hunger oder Unterversorgung in Flüchtlingslagern.
  • Eine Studie der Los Angeles Times nannte eine Zahl von ca. 1.000 zivilen Opfern.
  • Laut Angaben der ARD-Tagesschau [62] haben Ende Juli 2008 einhundert afghanische und internationale Hilfsorganisationen des Dachverbandes ACBAR in Kabul erklärt, dass bis zu diesem Zeitpunkt im Jahr 2008 bereits 2500 Menschen ums Leben gekommen seien, darunter 1000 Zivilisten, und dass für zwei Drittel der Opfer Aufständische verantwortlich seien.
  • In den von der Webseite WikiLeaks im Juli 2010 veröffentlichten Berichten des Afghan War Diary aus den Jahren 2004 bis 2009 wurden 24155 Tote im Zusammenhang mit dem Krieg numerisch erfasst[63].
  • Die unabhängige Seite icasualities.org von Michael White zählt die offiziell bekannt gegebenen toten Soldaten nach Nationen.[64].



Verluste der Bundeswehr

(Diese Liste finden sich seit Ende Oktober 2008 nicht mehr bei Wikipedia. Wikipedia wird gerne von den Werbeabteilungen der kriegsführenden Parteien, auch im Afghanistankrieg, beeinflusst und manipuliert)
Zwischenzeitlich führt allerdings die Frankfurter Rundschau die Liste der Gefallenen fort die bei Wiki nicht mehr stehen darf.


  • Am 6. März 2002 sterben in der Nähe von Kabul zwei Soldaten des Heeres, als sie eine Flugabwehrrakete vom Typ SA-3 Goa entschärfen wollten. Die Oberfeldwebel Thomas Kochert und Mike Rubel gehörten der Kampfmittelbeseitigungskompanie 11 mit Standort Munster in Niedersachsen an. Außer ihnen kommen auch drei dänische Soldaten ums Leben.

  • Am 21. Dezember 2002 kommen 7 Soldaten beim Absturz eines Militärhubschraubers vom Typ CH-53GS (German Special) nahe Kabul ums Leben: Hauptmann Friedrich Deininger, Stabsunteroffizier Frank Ehrlich, Hauptfeldwebel Heinz-Ullrich Hewußt, Hauptfeldwebel Bernhard Kaiser, Hauptfeldwebel Thomas Schiebel, Hauptgefreiter Enrico Schmidt und Oberleutnant Uwe Vierling. Sie gehörten den Heeresfliegerregimentern 15 und 25 an.

  • Am 29. Mai 2003 kommt der Stabsgefreite Stefan Kamins 12 Kilometer südlich von Kabul ums Leben, als sein Fahrzeug vom Typ Wolf auf eine Landmine fährt.

  • Am 7. Juni 2003 werden 4 ISAF-Soldaten durch eine Autobombe während einer Busfahrt zum Flughafen Kabul International Airport in Kabul getötet. Es handelt sich dabei um Stabsunteroffizier Jörg Baasch, Oberfähnrich Andreas Beljo, Feldwebel Helmi Jimenez-Paradis und Oberfeldwebel Carsten Kühlmorgen.

  • Am 26. Juni 2005 werden Hauptfeldwebel Andreas Heine und Oberfeldwebel Christian Schlotterhose in der Provinz Takhar in Rustaq getötet. Sie gehörten dem PRT Kunduz Provincial Reconstruction Team an und kamen beim Beladen von Lastwagen mit abgegebener Munition und Waffen um. Anfangs ging die Bundeswehr von einem Unfall aufgrund von Überlagerung der Muniton aus. Später stellte sich heraus, dass es ein Anschlag war.

  • Am 7. August 2005 kommt Hauptgefreiter Boris Nowitzki südöstlich von Kabul bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

  • Am 14. November 2005 wird Oberstleutnant d.R. Armin Franz in Kabul durch einen Selbstmordattentäter in einem Auto getötet. Zwei ihn begleitende Kameraden werden schwer verletzt.

  • Am 19. Mai 2007 werden bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt in der nordafghanischen Stadt Kundus Hauptmann d.R. Matthias Standfuß und die Oberfeldwebel d.R. Michael Diebel und Michael Neumann getötet, zwei Soldaten werden schwer und drei weitere leicht verletzt. Die Opfer waren Beamte der Wehrverwaltung und hatten für die Dauer ihres Auslandseinsatzes den Status von Reservisten erhalten.


Ständig aktualisiert in der Frankfurter Rundschau ist die Liste der Gefallenen fort die bei Wiki nicht mehr stehen darf.




Nein zum Afghanistankrieg





Die entsetzliche globale Unvernunft (Israel, Palästina, Ukraine, Syrien, Irak, Afghanistan...) macht es leider wieder nötig für Friedensbanner, Friedensfahnen,, Friedensaufkleber & Friedensanstecker zu werben...

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Aktueller Einschub:


Erster Weltkrieg: Sinnentleerte Erinnerungsrituale in Zeiten drohender Kriege
Überall in Europa finden gerade hochoffizielle Erinnerungsfeiern zum Beginn des Ersten Weltkrieges statt. Häufig werden diese Friedensfeiern von bewaffneten Militärs „umrahmt“ und in manchen offiziellen Reden schwingt schon wieder Kriegsvorbereitung mit.
Dass Erinnerungsfeiern an vergangene Kriege, die Friedensfeiern genannt werden, auch perverse Züge annehmen können, zeigt das Treffen von Bundespräsident Joachim Gauck und dem französischen Präsidenten Francois Hollande, am 3.8.14, auf dem Hartmannsweilerkopf in den Vogesen. Bei der „militärisch umrahmten“ deutsch-französischen Friedensfeier waren Pazifisten und Friedensfahnen unerwünscht. Das Zeigen einer Friedensfahne erregte den Unmut der Polizeikräfte derart, dass sie den Friedensleuten ohne Angaben von Gründen ein Platzverbot erteilten und sie zu ihrem Fahrzeug geleiteten. Selbstverständlich berichteten die Medien nicht über diesen Vorfall.
Sinnentleerte Erinnerungsrituale in Zeiten drohender Kriege sind leider keine Ausnahme sondern die Regel.
Axel Mayer















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Dieser Artikel wurde 57538 mal gelesen und am 23.7.2014 zuletzt geändert.