Klima, Wetter, Klimawandel, Oberrhein, Baden & Freiburg: Große Hitze, drückende Schwüle, heftige Gewitter, Starkregen, lange Trockenphasen, Temperaturschwankungen...


Veröffentlicht am 26.07.2019 in der Kategorie Energie von Axel Mayer

Klima, Wetter, Klimawandel, Oberrhein, Baden & Freiburg: Große Hitze, drückende Schwüle, heftige Gewitter, Starkregen, lange Trockenphasen, Temperaturschwankungen...



Das Wetter der letzten Jahre (aber auch im Juni 2019!) brachte eine Vorahnung des Klimawandels am Oberrhein in Südbaden & Freiburg und war geprägt von vielen Extremwetterereignissen. Große Hitze, drückende Schwüle, heftige Gewitter, Starkregen, lange Trockenphasen, Temperaturschwankungen... brachten Mensch und Natur in Stress und Einbußen in der Landwirtschaft. Aus der ehemals wärmsten Region Deutschlands wird die heißeste Region und ein Klima-Krisengebiet.

Weltweit sind die Durchschnittstemperaturen seit Beginn des Industriezeitalters um über ein Grad gestiegen, am Oberrhein sogar schon um zwei Grad!

Das Zwei-Grad-Ziel ist der verzweifelte Versuch, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Am Oberrhein wurde diese Zwei-Grad-Marke schon überschritten.

Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass aus zukünftigen globalen zwei Grad mehr, vier Grad zusätzlich am Oberrhein werden. Die Hoffnung auf ein Erreichen des gewünschten globalen Zwei-Grad-Ziels ist in einer Welt die auf "unbegrenztes Wachstum" setzt und in der selbst in der "Ökoregion Oberrhein" die Autobahn sechsspurig ausgebaut werden soll, äußerst unwahrscheinlich.

In der schwül-heißen Rheinebene hat sich die Anzahl der Sommertage, also der Tage mit über 25 Grad, etwa in Karlsruhe von rund 30 auf heute 60 verdoppelt und wird weiter ansteigen.

"Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Oberrheingebiet in bioklimatischer Hinsicht (schon jetzt!) eines der ausgeprägtesten Belastungsklimate Deutschlands und Mitteleuropas aufweist. Bestimmend ist hierbei vor allem die hohe sommerliche Wärmebelastung sowie die große Häufigkeit austauscharmer und damit lufthygienisch kritischer Wetterlagen. Diese bioklimatischen Belastungsfaktoren sind in besonderem Maße in den Tieflagen ausgebildet, d. h. in der Oberrheinniederung und in den großen Schwarzwaldtälern. Dabei handelt es sich
gerade um jene Räume, in denen die Mehrzahl der Menschen in unserer Region leben und arbeiten." steht in der Klimaanalyse Suedlicher Oberrhein

Wissenschaftler wie Eberhard Parlow, Klimaexperte der Universität Basel, gehen davon aus, dass in den nächsten 80 Jahren die Jahresdurchschnittstemperatur im Oberrheingraben im Vergleich zu heute noch mal um 3,5 bis vier, in den Städten sogar um bis zu fünf Grad Celsius steigen wird.

Der jetzt schon heiße Oberrhein, die Stadt Freiburg und die Landkreise Emmendingen und Ortenau werden zum Klima-Krisengebiet!



Was Hitze bedeutet, hat der Sommer 2003 gezeigt. Er hat nach verschiedenen Studien ca. 70.000 Menschen in Westeuropa den Tod gebracht, darunter waren 7.000 Deutsche. Am 13. August 2003 wurden in Freiburg, Mannheim, Karlsruhe sowie in der March laut Wikipedia 40,2 Grad gemessen. Damit war der Jahrhundertsommer 2003 eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte Europas und in Deutschland war der Brutofen Oberrhein am stärksten betroffen.

Der Klimawandel wird nach BUND-Ansicht in der zunehmend "tropischen" Hitzeregion Oberrhein massive Veränderungen bringen:



Der Klimawandel muss global angegangen werden
und dafür braucht es auch Druck und Initiativen aus Südbaden. In der "Öko-Region" am Oberrhein gibt es noch viel zu tun und es gibt auch eine Vielzahl von erfreulichen Entwicklungen und Initiativen. Doch auch in Südbaden wird der Ausbau der alternativen Energien massiv ausgebremst und südbadische PolitikerInnen fordern den klimaschädlichen Autobahnausbau. Da wird von den Menschen individuelles, klimafreundliches Verhalten gefordert (was von wenigen Ausnahmen abgesehen noch nie funktioniert hat) und gleichzeitig werden klimafeindliche Strukturen geschaffen. Die Menschen bauen energiefressende Klimaanlagen in ihre Häuser, kaufen vermehrt SUVs, die Bitcoin-Gier frisst unglaubliche Energiemengen und der badische Bauernverband will die Hitzefolgen mit mehr Gifteinsatz bekämpfen.
Der zentrale Wissenssatz im Zeitalter des Anthropozän hat sich immer noch nicht herumgesprochen:
Unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Systeme und auch das Klima.
Die nächsten Jahrzehnte in Südbaden, Freiburg und Oberrhein werden spannend und heiß.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer
[quote]


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Professionelle Klimawandelleugner sind verantwortlich für Tod und Leid von Millionen Menschen!


Nein, ich meine nicht die kleinen, unbedarften, uninformierten, manipulierten Menschen, die den Klimawandel abstreiten, und ich meine auch nicht die Menschen, die immer noch offene Detailfragen wissenschaftlich in Zweifel ziehen. Ich meine wohl aber die Spitzen der großen Öl- und Kohlekonzerne und ihre globalen Netzwerke, die seit Jahrzehnten mit gezielter PR, mit Macht und Geld, den ihnen bekannten menschengemachten Klimawandel und seine Folgen leugnen, verharmlosen und herunter spielen, und die bezahlten Mietmäuler dieser Konzerne in Wissenschaft, Politik, industriegelenkten Initiativen und PR-Agenturen. Ihre Aktivitäten werden millionenfaches Leid und Tod verursachen. Schon der Hitzesommer 2003, ein Vorgeschmack kommender Hitzesommer, hat ca. 70.000 Tote nur in Europa gefordert. Es ist an der Zeit die Dinge beim Namen zu nennen.
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein







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Energiewendegegner, Klimawandelleugner, Windradgegner, Atom- & Kohlelobbyisten und industriegelenkte Ökooptimisten in Deutschland: Die Netzwerke


Die Netzwerke der Industrie-Lobbyisten (Atlas Network, Cato Institute...) sind weltweit gespannt und eine zentrale Rolle spielen die Gelder der amerikanischen Koch Brüder und anderer Öl- und Kohle-Milliardäre. In den deutschen Netzwerken der Energiewendegegner, Klimawandelleugner, Windradgegner, Atom- & Kohlelobbyisten gibt es unterschiedliche Rollen und Aufgaben. Viele dieser Gruppen und Personen (nicht alle) stehen auch für einen rechtspopulistischen aggressiven Neoliberalismus für Steuersenkungen für Milliardäre und Konzerne.

Das schöne und wichtige Wort "Freiheit" ist die Losung fast aller dieser Gruppen.
Die Klimawandelleugner von EIKE - dem so genannten "Europäischen Institut für Klima und Energie" haben den Slogan: "Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit".
Häufig steht das schöne Wort nur noch für die totale und uneingeschränkte Freiheit der Konzerne Menschen auszubeuten und auszunutzen und die Umwelt zu zerstören. Noch vor drei Jahrhunderten wäre dieser Freiheitsbegriff die Freiheit der Sklavenhalter gewesen, denen kein Mensch, kein Umweltverband und kein Staat in ihr Geschäftsmodell hätte hineinregieren dürfen. Dies ist auch der Grund warum viele dieser Gruppen Fridays for Future mit so viel Hass verfolgen.












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  • 1) Diese Internetseiten der Mitwelt Stiftung Oberrhein sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleine Minderheit, die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.


Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)







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