Erleweiher in Endingen 2020: Badeweiher & ein Stück sommerlicher Lebensqualität am Kaiserstuhl


Veröffentlicht am 09.05.2018 in der Kategorie Kaiserstuhl von Axel Mayer

Erleweiher in Endingen: Badeweiher & ein Stück sommerlicher Lebensqualität am Kaiserstuhl



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An die kleine, schöne Altstadt von Endingen grenzt im Süden ein hübsches Tal am Nordhang des Kaiserstuhls. Neben dem Erletal-Stadion gibt es dort einen wunderschönen, aus der Zeit gefallenen Badeteich, ein wichtiges Stück Restnatur und mit dem geheimnisvollen Erleloch auch ein großes Kinderabenteuer.



Erleweiher



Der Erleweiher ist ein Endinger Stück sommerlicher Lebensqualität, ein idyllisch gelegener, aus der Zeit gefallener, naturtrüber Badesee, mit Liegewiese, Nichtschwimmerbecken, Umkleidekabinen, Dusche, Kiosk, Minigolfanlage, Toiletten, Wassertretanlage und dem durchaus reizvollen Charme eines Strandbades aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. "De Weiher", wie er in Endingen liebevoll genannt wird, könnte durchaus auch in "Bullerbü" der alten Kinderbuchreihe der schwedischen Autorin Astrid Lindgren vorkommen.

Das naturtrübe Wasser
und die "abschreckend-entsetzlich-großen" Fische und Schildkröten im Weiher bringen den ortskundigen Badenden große Vorteile. Alle Menschen, die lieber in genormten, quadratischen Becken mit gechlortem Wasser (oder im Baggersee) baden, scheuen den Endinger Weiher wie der Teufel das Weihwasser (und das ist gut so!).
An einem heißen Sommertag ist es manchmal so laut, wie sich das für eine kinderfreundliche Gemeinde gehört. Manchmal kommt eine Gruppe aus dem Kindergarten vorbei und die Kinder planschen in der Wassertretstelle. Frühmorgens und abends ist es angenehm still und idyllisch im Erletal, im Herbst spielen die Nebel über´m See und in den leider wenigen, richtig kalten Wintern, lohnt es sich, die Schlittschuhe auszupacken.

Ein Problem für den Weiher
sind die Blaualgen und der kommende Klimawandel am Kaiserstuhl im jetzt schon heißen Kaiserstuhl.

Axel Mayer, Endingen




Einschub 2016:
Leider wurde der Erleweiher im heißen Sommer 2016 von der Realität des Klimawandels eingeholt.
Blaualgen wurden im Erleweiher gefunden. Blaualgen sind keine Algen sondern Cyano-Bakterien. Bei hohen Wassertemperaturen vermehren sich die Bakterien. Die Giftstoffe der Cyano-Bakterien können Hautreizungen, Übelkeit und Durchfall verursachen, in schlimmen Fällen auch zu Lebervergiftungen führen und neurotoxische Wirkungen entfalten. Während Tiere, wie zum Beispiel Hunde, nach dem Trinken von belastetem Wasser sterben können, sind solche Fälle bei Menschen bislang nicht bekannt. (aber gsund isch´s nid) Es war ein Glück, dass der Befall so spät im Jahr auftrat und die Nächte nicht mehr so warm waren.

Ein Problem für den Weiher könnte der zu erwartende Klimawandel am Oberrhein und jetzt schon heißen Kaiserstuhl werden.
In Baden-Württemberg sind die Durchschnittstemperaturen seit Beginn des Industriezeitalters um 1 Grad gestiegen, am Oberrhein sogar schon um 2 Grad! Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass aus zukünftigen globalen 2 Grad mehr, 4 Grad zusätzlich am Kaiserstuhl und in Endingen werden. Info

Eventuell wäre ein "Bypass" eine Lösung
Es sollte weniger Wasser durch den oberen See fließen (wo es sich erwärmt). Der obere See sollte weniger Frischwasser und der Badesee mehr Frischwasser bekommen. Es ist erfreulich und ein Erfolg, dass die Stadt jetzt teilweise auch in heißen Sommern Frischwasser zuleitet.

Mehr Infos:
*Blaualgen Fischsterben
*BZ-Bericht


1.8.2017

Ein "Bypass" für den Erleweiher?


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schwarz,
im vergangenen heißen Sommer 2016 wurde unser Erleweiher von der Realität des Klimawandels eingeholt.
Blaualgen wurden im Erleweiher gefunden. Blaualgen sind keine Algen sondern Cyano-Bakterien. Bei hohen Wassertemperaturen vermehren sich die Bakterien. Die Giftstoffe der Cyano-Bakterien können Hautreizungen, Übelkeit und Durchfall verursachen, in schlimmen Fällen auch zu Lebervergiftungen führen und neurotoxische Wirkungen entfalten. Während Tiere, wie zum Beispiel Hunde, nach dem Trinken von belastetem Wasser sterben können, sind solche Fälle bei Menschen bislang nicht bekannt. (aber gsund isch´s nid) Es war ein Glück, dass der Befall so spät im Jahr auftrat und die Nächte nicht mehr so warm waren.
Bisher sind im heißen Sommer 2017 (noch) keine Blaualgen aufgetreten. Das Wasser hat sich allerdings schon stark eingetrübt, Algen nehmen zu und die Zahl der Badenden nimmt trotz Hitze ab. Die weitere Entwicklung ist stark wetter- und temperaturabhängig.
Die Stadt sollt unabhängig von einem konkreten Blaualgenbefall versuchen die Wasser- und Badequalität zu verbessern.
Ein Problem (nicht nur) für den Weiher könnte der zu erwartende Klimawandel am Kaiserstuhl werden. In Baden-Württemberg sind die Durchschnittstemperaturen seit Beginn des Industriezeitalters um 1 Grad gestiegen, am Oberrhein sogar schon um 2 Grad! Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass aus zukünftigen globalen 2 Grad mehr, 4 Grad zusätzlich am Kaiserstuhl und in Endingen werden.

Eventuell wäre ein "Bypass für den Weiher" eine kostengünstige Lösung. Es sollte weniger Wasser durch den oberen See fließen (wo es sich erwärmt). Der obere See sollte weniger Frischwasser und der Badesee mehr Frischwasser bekommen.

Der Erleweiher ist nicht nur für mich ein großes Stück sommerlicher Lebensqualität, mit dem durchaus reizvollen Charme eines Strandbades aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Wir sollten versuchen diese Lebensqualität auch für die Zukunft zu erhalten.
Mit freundlichen Grüßen
Axel Mayer


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Linkliste: Kaiserstuhl - Info



Viele Infos zum Kaiserstuhl im Frühling / Frühsommer 2020

Im vergangenen, heißen Sommer 2019 hatten wir eine erschreckende Stille mit extrem wenig Insekten in den Naturschutzgebieten am Kaiserstuhl. Insbesondere die Schmetterlinge fehlen und die Wälder am Kaiserstuhl, im Schwarzwald und in den Vogesen leiden massiv unter Trockenheit und Hitze. Auch der Winter 2019-2020 war viel zu warm.




Ein Blick über den Rand des Kaiserstuhls:










Erleweiher-Endingen: Ein durch den Klimawandel gefährdetes Stück sommerlicher Lebensqualität am Kaiserstuhl
Mehr Infos zum Klimawandel am Oberrhein:hier